In der Mittelstufe nehmen Fächerzahl und Fachunterrichtsstunden schnell zu. Mit Französisch oder Griechisch erlernen die Jugendlichen außerdem eine weitere Fremdsprache.

Das selbstständige und eigenverantwortliche Lernen muss altersgemäß organisiert werden. In der Pubertät stehen die die Suche nach der eigenen Identität und häufig auch existentielle Fragen im Vordergrund.

Die neuen Medien bestimmen den Alltag der Jugendlichen häufig stark mit.

Freiheit und Verantwortung müssen neu entdeckt werden.

Unser pädagogisches Konzept möchte dazu beitragen, dass die Herausforderungen der Mittelstufe ohne Überforderung gemeistert werden können.

Am Donnerstag, dem 3. März 2016, fand eine Information der Eltern unserer 9. Klassen zur Mainzer Studien Stufe (MSS) im Theresianum statt. Wer die Informationen noch einmal in Ruhe nachlesen möchte oder wer am 3. März 2016 nicht da sein konnte, findet diese hier, bitte anklicken:

Die Freien Studien führen das individuelle Lernen in der Mittelstufe altersgemäß weiter. In mehrtägigen Studienphasen recherchieren und forschen die Schülerinnen und Schüler in einem Fach und zu Themen ihrer Wahl weitgehend selbstständig. Am Ende präsentieren sie ihre Ergebnisse in der Klasse, im Schulgebäude oder bei verschiedenen Schulveranstaltungen.

Im Klassenrat lernen die Jugendlichen in der Mittelstufe ihre Themen zu beraten und Konflikte selbst zu regeln. Unter Anleitung des Klassenlehrers werden sie mit zunehmendem Alter selbstständiger.

Im Klassenrat werden demokratische und soziale Kompetenzen der Jugendlichen in einer wichtigen Entwicklungsphase erlebt und eingeübt. Ein klarer Ordnungsrahmen sorgt für eine konstruktive Gesprächskultur.

In G8/GTS finden Übung und Vertiefung schwerpunktmäßig im Unterricht statt. Das sehen auch die von der Stofffülle entlasteten G8-Lehrpläne so vor.

In einer 90-minütigen Doppelstunde kann Neues erarbeitet werden und anschließend, nach einer zeitlich bedarfsgerecht eingerichteten Pause, vertieft und geübt werden. Dazu wurden am Theresianum im Stundenplan des Schultages vermehrt Doppelstunden eingerichtet. Weniger Einzelstunden bedeuten auch weniger Fächer am Tag, konzentriertere Vorbereitung und nicht zuletzt leichtere Schultaschen.

Um die schnelle Zunahme der Fächerzahl in der Mittelstufe abzufedern, werden einige Nebenfächer epochalisiert, d.h. im Wechsel halbjährig unterrichtet. Weil so aus zweistündigen Fächern vierstündige Fächer werden, kann auch beim Lernen besser an der Sache geblieben werden.

Die Zahl der Fächer pro Woche wird reduziert, Vorbereitungen für Unterricht und Prüfungen können sich auf weniger Fächer in der Woche konzentrieren.

Beispiel: Im ersten Halbjahr wird in einer Klasse wöchentlich vierstündig Chemie, im zweiten Halbjahr vierstündig Physik unterrichtet. Durch die zwei Doppelstunden pro Woche steigen die Möglichkeiten für experimentelles Lernen im Fachunterricht.

G8/GTS sieht einen weitestgehenden Verzicht auf schriftliche Hausaufgaben vor. Vokabellernen, Ganzschriften lesen oder Vorbereitung von Klassenarbeiten gehören zwar weiterhin in den häuslichen Bereich, die traditionellen schriftlichen Hausaufgaben entfallen jedoch und sollen schon in der Schule erledigt werden. Dazu bieten Doppelstunden Zeit für Übung und Vertiefung im Unterricht.
Damit das in der Freien Stillarbeit (FSA) angebahnte selbstständige und eigenverantwortliche Arbeiten gepflegt und vertieft wird, erhalten die Schüler ab Klassenstufe 7 wöchentliche Aufgaben in den Hauptfächern, die in täglichen Lernzeiten bei mittelbarer Betreuung erledigt werden können. Hierzu führen wir eine 75 minütige Mittagszeit ein, die die Jugendlichen in freier Verfügung gestalten. Als Faustregel empfehlen wir 25 Minuten Essenspause, 25 Minuten abschalten oder toben und 25 Minuten Lernzeit. Mit dieser Strategie sollte es jedem Schüler gelingen, das Wochenpensum innerhalb der Schulzeit zu erledigen. Gleichzeitig bietet sich jedoch die Möglichkeit, z.B. vor einer Klassenarbeit auch intensiver zu üben oder an anderen Tagen mittags länger Fußball zu spielen.
Freies Lernen kommt dennoch nicht ganz ohne Kontrolle aus: Die Lehrkräfte dokumentieren Versäumnisse bei den Lernzeitaufgaben und suchen bei Bedarf das Gespräch mit den Eltern zur weiteren Beratung und Begleitung einzelner Schüler. 
In der Regel werden versäumte Lernzeitaufgaben donnertags am Nachmittag nach der Schulzeit unter Aufsicht nachgearbeitet.
Parallel zu den Lernzeiten sind im Lernbereich „Stützpunkte“ eingerichtet, an denen fachliche Unterstützung und Förderung durch Lehrer, pädagogische Fachkräfte oder auch durch  ältere Schüler aus dem Projekt SamS (Schüler arbeiten mit Schülern) angeboten wird.

Im Rahmen unseres schulinternen Programms „Qualifikation für die Zukunft“ erhalten unserer Schülerinnen und Schüler in der Klassenstufe 7 eine Einführung in das Berufs- und Studienportfolio. In diesem individuellen Portfolio sammeln die Jugendlichen ihre wichtigen Zertifikate und Dokumente, die sie im Laufe ihrer Schulzeit erwerben, und heften ihre Ergebnisse aus den Freien Studien ein.

Ebenfalls im Portfolio befinden sich „Bausteine zur Kompetenzorientierung“, die den vielfältigen Kompetenzerwerb im Fachunterricht unterstützen.

Die Schülerinnen und Schüler kümmern sich selbständig um die Bearbeitung der Bausteine, indem sie sich mit ihren Lehrkräften absprechen, an welcher Stelle sie im Fachunterricht die jeweiligen Kompetenzen erwerben und nachweisen können.

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