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Am Theresianum sind wir davon überzeugt, dass eine gute Schule sich auf der Basis ihrer Traditionen entwickeln muss. Wir verstehen uns als lernende Institution, die sich zugleich treu bleiben will. In dieser Haltung haben wir im Jahr 2019 die Vision von einer Schule als Haus des Lernens entworfen, die wir in einem Entwicklungsprozess bis 2024 umsetzen möchten. Dabei bilden die Grundhaltungen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen das Fundament, welches erfolgreiches Lernen möglich macht. Als aktuelles Projekt intensivieren wir in diesem Schuljahr die Arbeit der Schülerparlamente, in denen klassen- und jahrgangsweise diskutiert, verhandelt, Meinungsbildung betrieben und nach Möglichkeit auch entschieden wird. Im vergangenen Jahr haben wir mit zwei Klassen das Format „Herausforderung“ erprobt, bei dem Schülerinnen und Schüler eigenständig Projekte entwickelt haben, um eine Woche lang ihre eigenen Grenzen auszuloten. Von Fahrradtouren über die Arbeit im Altenheim oder ein Theaterprojekt in der Grundschule bis hin zur „Wundertüte – ausgesetzt im Pfälzer Wald, nachhause mit Karte und Rucksack!“ reichte die Palette der Ideen.

Im Unterricht setzen wir auf eine Vielfalt von Lernformen – gerne sprechen wir hier vom „Mischwald“, den wir der Monokultur des Frontalunterrichts entgegensetzen möchten. Schon bevor das Coronavirus die Schülerinnen und Schüler ins Homeoffice gezwungen hat, hatten wir uns für das aktuelle Schuljahr die Stärkung des individualisierten Lernens vorgenommen. Das Konzept für eine Studierzeit wurde entwickelt, bei der sich die Lernenden in vielen Fächern für zwei Stunden täglich Teile der Inhalte eigenständig erarbeiten. Bei der Ausgestaltung halfen uns hier die langjährigen Erfahrungen mit der freien Stillarbeit im eigenen Haus ebenso wie der Blick über den Tellerrand, z.B. zu den Gymnasien in Alsdorf und Wutöschingen.
Natürlich erfordert das selbstständige Arbeiten von den Kindern und Jugendlichen eine Reihe besonderer Kompetenzen: Aus sich selbst heraus in Gang kommen – am Ball bleiben, auch wenn es schwierig ist – ein eigenes Repertoire an hilfreichen Lernstrategien entwickeln. Bequemer ist anders – aber es lohnt sich! Und selbstverständlich werden sie dabei durch gut ausgearbeitete Lernwege fachlich unterstützt und zusätzlich von einem Tutor als individuellem Lerncoach begleitet.

Wie die Schülerinnen und Schüler befindet sich die Schule selbst also in einem permanenten Prozess der Weiterentwicklung. Wir sind zuversichtlich, dass wir den Schülerinnen und Schülern damit außergewöhnliche Lernangebote machen und ihnen ein ermutigendes Modell für das Leben in der Welt von heute bieten können.

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